Trauma-Familienaufstellung
Wochenendseminar:
| Symbiose und Autonomie-Liebe jenseits von Verstrickungen | |
|---|---|
| Termin: | 19.05.2012 - 20.05.2012 |
| Samstag: | 10.00 Uhr - 18.00 Uhr |
| Sonntag: | 10.00 Uhr - 16.00 Uhr |
| Kosten: | 150 € |
Was ist ein Symbiosetrauma?
„Ich spüre eine große Sehnsucht nach angenommen sein, nach Nähe, nach Liebe und nach Trost. Ich erlebe mich fast süchtig mit einer unendlichen Suche nach Geborgenheit. Dieses Loch im Bauch war mit nichts zu stillen, weder mit Essen, noch mit viel beschäftigt sein, noch mit Alkohol und Drogen. Auch meine Beziehungen mit Männern konnten meine symbiotischen Bedürfnisse nicht befriedigen. Langsam verstehe ich mich und beginne zaghaft, mir das Verlorene selbst zu geben.“ (Aussage einer Klientin)
Eine gesunde Bindungsliebe eines Kindes zu seiner Mutter ist die stärkste Kraft. In einer gesunden seelischen Entwicklung werden die natürlichen symbiotischen kindlichen Bedürfnisse nach Wärme, Schutz, Halt, Liebe und Zugehörigkeit von der Mutter befriedigt. Mütter die selbst keinen Halt, Geborgenheit und Liebe von ihren Eltern bekommen haben, können die emotionalen Bedürfnisse ihrer Kinder nicht befriedigen.
Die gesunde Bindungsliebe wird häufig durch erlebte Traumata der Eltern gestört. Beispiele sind: Kriegsfolgen, Tod einer geliebten Person, Gewalt, Missbrauch, Unfall oder andere Familiengeheimnisse. Typisch für ein Trauma ist, wenn sie sich in Lebensgefahr oder ohnmächtig empfinden.
Werden die natürlichen symbiotischen Bedürfnisse eines Säuglings nicht befriedigt, wird Todesangst empfunden. Eine frühe Abspaltung dieser Angst sichert das Überleben. Ein Teufelskreis beginnt. Das Kind passt sich den traumatisierten Eltern extrem an, damit sie sich kümmern. Eltern entscheiden, was für das Kind richtig oder falsch ist, welche Gefühle erlaubt oder verboten sind, was es sagen oder nicht sagen darf.
Das Kind wird nicht um seiner Selbstwillen geliebt, es muss das eigene Selbst verraten, sich anpassen und unterordnen. Es wird abhängig von den Eltern. Es scheint zu sagen „Ich werde so, wie du mich willst, damit du für mich sorgst.“ Das Eigene darf nicht gefühlt werden. Dieser Schmerz ist für das Kind nicht zu ertragen. Es muss diese Geschehnisse und seine Gefühle abspalten. Ein Erstarren, Einfrieren der eigenen Persönlichkeit sichert das Überleben.
Symbiose und Autonomie
Symbiosetrauma und Liebe jenseits von Verstrickungen
Das spätere Leben ist von Anpassung oder Machtstreben geprägt.
Die Bindungsfähigkeit zu anderen Menschen ist erheblich eingeschränkt.
Paare finden nicht mehr zusammen.
Merkmale eines Symbiosetraumas:
- - Unbewusste Verzweiflung, dass keine Elternliebe spürbar war
- - Verlassenheits- und Einsamkeitsgefühle
- - Unterdrückte Wut und Trauer
- - Tendenz zur Selbstaufgabe, extremer Rückzug
- - Depression und Burnout
- - Hyperaktivität und Süchte
Schritte zur Auflösung eines Symbiosetraumas:
- - Den eigenen Willen stärken
- - Realität und Illusion unterscheiden lernen
- - Eigene Gefühle von übernommenen Gefühlen unterscheiden
- - Sich aus symbiotisch verstrickten Beziehungen lösen
- - Niemanden mehr retten wollen
- - Eigene Trauma anerkennen
- - Weder Opfer noch Täter sein wollen
- - Wunsch nach gesunden Beziehungen verspüren
Wichtig zu unterscheiden in der Psychotherapie:
- - Eigene abgespaltene Persönlichkeitsanteile annehmen
- - In der symbiotischen Verstrickung übernommene Gefühlszustände loslassen.
Das „Aufstellen des Anliegens“
- - Unterstützt die Autonomieentwicklung
- - Macht symbiotische Illusionen sichtbar
- - Begrenzt das Risiko einer Retraumatisierung
- - Begleitet seelische Integrationsprozesse
- - Fördert Liebe jenseits von Verstrickungen
Die Arbeit beruht im Wesentlichen auf Tiefenpsychologischen Grundlagen der Psychoenergetik nach Dr. P. Schellenbaum sowie der Psychotraumatologie nach Prof. Dr. Franz Ruppert.



